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Markgröninger Bahn: Neue Perspektiven für die Planung

Das Land Baden-Würt­tem­berg stuft die Stadt­bahn Ludwigsburg–Markgröningen als pri­or­itäres Reak­tivierung­spro­jekt ein und kündigt eine hälftige Vor­fi­nanzierung der Pla­nungskosten an. Beim zweit­en Man­dat­sträger­fo­rum am 15. Okto­ber 2026 in Möglin­gen standen die Bedeu­tung dieser Entschei­dung und die näch­sten Schritte im Mit­telpunkt.

Land unter­stützt Fort­führung der Pla­nung

Am 8. Okto­ber 2026 stellte das Land Baden-Würt­tem­berg sein neu aus­gerichtetes Konzept zur Reak­tivierung von Bahn­streck­en vor. Auf­grund verän­dert­er finanzieller Rah­menbe­din­gun­gen wer­den die Vorhaben in zwei Tranchen eingeteilt. Die Stadt­bahn Ludwigsburg–Markgröningen (LUCIE) gehört zur ersten Tranche der pri­or­itären Pro­jek­te.

Das Land kündigte an, die Pla­nungskosten zur Hälfte vorzu­fi­nanzieren. Damit erhal­ten die kom­mu­nalen Pro­jek­t­part­ner eine Grund­lage, um die Pla­nung fortzuführen. Eine spätere Förderung der Umset­zung durch das Land set­zt eine Förderung des Bun­des nach dem Gemein­de­v­erkehrs­fi­nanzierungs­ge­setz (GVFG) voraus.

Lan­drat Diet­mar All­gaier begrüßte die Entschei­dung als wichtiges Sig­nal für die Region und die beteiligten Kom­munen.

Man­dat­sträger­fo­rum in Möglin­gen

Vor diesem Hin­ter­grund kamen am 15. Okto­ber Vertreterin­nen und Vertreter der Gemein­deräte aus Lud­wigs­burg, Mark­grönin­gen und Möglin­gen, Mit­glieder des Ver­wal­tungsrats des Zweck­ver­bands sowie Kreis­rätin­nen und Kreis­räte zum zweit­en Man­dat­sträger­fo­rum im Bürg­er­fo­rum Möglin­gen zusam­men. Ein­ge­laden hat­te der Zweck­ver­band Stadt­bahn im Land­kreis Lud­wigs­burg.

Auf der Tage­sor­d­nung standen die kom­mu­nalen Beschlus­sla­gen, die unter­sucht­en Streck­en­vari­anten sowie Fra­gen zu Förderung, Finanzierung, Kosten­verteilung und Zeit­plan. Die Teil­nehmenden nutzten den mod­erierten Aus­tausch, um offene Fra­gen mit den Fach­leuten und Pla­nen­den zu disku­tieren.

Betrieb­spro­gramm­studie zeigt möglichen 30-Minuten-Takt

Auch die Betrieb­spro­gramm­studie der Deutschen Bahn wurde vorgestellt. Ihr Ergeb­nis: Ein 30-Minuten-Takt mit Ein­fahrt in den Bahn­hof Lud­wigs­burg ist unter bes­timmten Fahrplanbe­din­gun­gen möglich. Dichtere Tak­te von 20 oder 15 Minuten, seien auf­grund der ver­füg­baren Gleiska­paz­itäten nicht umset­zbar, erk­lärte ein Vertreter der DB Infra­GO.

Gemein­same Beschlus­slage bis März 2027 angestrebt

Ein wichtiges Ziel ist es, bis Ende März 2027 eine gemein­same Beschlus­slage in den beteiligten Gemein­deräten zu erre­ichen. Dabei müssen die unter­schiedlichen kom­mu­nalen Entschei­dun­gen berück­sichtigt wer­den.

Mit Rem­seck, Schwieberdin­gen und dem Zweck­ver­band Pat­tonville, die sich mit entsprechen­den Beschlüssen für einen Ausstieg aus der Pla­nung aus­ge­sprochen haben, sollen Gespräche bis Ende des ersten Quar­tals 2027 abgeschlossen wer­den.

Das Man­dat­sträger­fo­rum diente der Infor­ma­tion und dem Aus­tausch. Es erset­zt keine kom­mu­nalen Beschlüsse oder for­malen Entschei­dun­gen der zuständi­gen Gremien.

Gemein­sam die Mobil­ität der Zukun­ft gestal­ten

Die Entschei­dung des Lan­des eröffnet neue Per­spek­tiv­en für die Fort­führung der Pla­nung. Nun gilt es, die näch­sten Schritte gemein­sam mit den kom­mu­nalen Pro­jek­t­part­nern zu gestal­ten und die offe­nen Fra­gen zu klären.

Unser gemein­sames Ziel bleibt eine zukun­fts­fähige Mobil­ität für die Region. Die Reak­tivierung der Mark­gröninger Bahn kann dazu beitra­gen, das öffentliche Verkehrsange­bot zwis­chen Lud­wigs­burg und Mark­grönin­gen weit­erzuen­twick­eln. Dafür braucht es den kon­struk­tiv­en Dia­log aller Beteiligten und tragfähige Entschei­dun­gen für die näch­sten Pro­jek­tschritte.

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