LUCIE Tram mit blauem Himmel

Planung

Richtung Zukunft

Stadtbahn

Planung

Die Pla­nun­gen für die Stadt­bahn LUCIE in Lud­wigs­burg schre­it­en zügig voran. Wir haben nun die Vor­pla­nung und die Kosten­schätzung für die Aus­baustufe 1 (Mark­grönin­gen bis Lud­wigs­burg) voll­ständig aus­gear­beit­et. 

Wenn alle genehmi­gungsrel­e­van­ten Unter­la­gen vor­liegen – das wird voraus­sichtlich im Som­mer 2026 der Fall sein – wird das Plan­fest­stel­lungsver­fahren für den Vor­lauf­be­trieb ein­geleit­et. 

  • Pla­nung Strecken­netz

    Die Stadt­bahn LUCIE wird Mark­grönin­gen, Möglin­gen und Pat­tonville mit der Stadt Lud­wigs­burg verbinden. Die Poli­tik hat­te sich im Jahr 2022 auf das fol­gende Stadt­bahn­netz fest­gelegt und die erforder­lichen Grund­satzentschei­dun­gen dazu getrof­fen.

    Die beschlosse­nen Trassen­führun­gen für das Gesamt­netz aus dem Jahr 2022 (Beschlusstrasse) bestanden aus zwei Aus­baustufen: 

    • Aus­baustufe 1: die zu reak­tivierende Neben­bahn Mark­grönin­gen – Möglin­gen – Lud­wigs­burg
    • Aus­baustufe 2: deren Ver­längerung als Stadt­bahn-Neubaus­trecke über die Leon­berg­er Straße, Hin­den­burgstraße nach Pat­tonville mit ein­er Weit­er­führung ab Pat­tonville als SSB-Stadt­bahn Rich­tung Rem­seck-Ald­in­­gen, einem weit­eren Ast nach Lud­wigs­burg-Oßweil und von Schwieberdin­gen bis Mark­grönin­gen
    • option­al (dafür lag noch kein Beschluss vor): ein Abzweig nach Lud­wigs­burg-Schlössles­feld

    Als erstes sollte die Neben­bahn Mark­grönin­gen – Lud­wigs­burg (Aus­baustufe 1) reak­tiviert wer­den. Diese Strecke ver­fügt noch auf der gesamten Länge über ihren Bahnkör­p­er und wird auf einem Teil­stück zweimal täglich für den Güter­verkehr genutzt. 

    Die Beschlusstrasse von 2022 sah für die Aus­baustufe 1 die Ein­fahrt über die Gleise der Deutschen Bahn in den Bahn­hof von Lud­wigs­burg und dort einen Halt auf Gleis 5 bzw. 6 vor. 

    Lud­wigs­burg: Her­aus­forderun­gen bei der Streck­en­pla­nung und kluge Lösun­gen

    Im Laufe der Vor­pla­nungsphase für die Strecke der Aus­baustufe 1 und 2 zeich­nete sich allerd­ings ab, dass die ursprünglich geplante Streck­en­führung in der Stadt Lud­wigs­burg einige Her­aus­forderun­gen mit sich bringt. 

    Ins­beson­dere zeigten sich einige bahn­be­triebliche Nachteile, wie z. B. den Vor­rang der Fern- und Güterzüge sowie der S‑Bahnen vor der Stadt­bahn bei Ein­fahrt im Bahn­hof Lud­wigs­burg oder die Notwendigkeit von Zweistrom­fahrzeu­gen, die sowohl im Straßen­raum als auch auf den Gleisen der Deutschen Bahn fahren kön­nen. Auch im Bere­ich des Zen­tralen Omnibus­bahn­hofs (ZOB) und der Über­querung der B 27 dro­ht­en größere Verkehrsprob­leme. Um diesen Her­aus­forderun­gen zu begeg­nen, entwick­el­ten die Planer­in­nen und Plan­er einen Lösungsansatz für eine alter­na­tive Streck­en­vari­ante.

    Neue Streck­en­führung in Lud­wigs­burg: die Alter­na­tive

    Als alter­na­tive Lösung in Lud­wigs­burg bot es sich an, die Stadt­bahn im Bere­ich der Kreuzung Talallee/Au­­gust-Bebel-Straße/Kur­fürsten­s­traße von der reak­tivierten Eisen­bahn­strecke der Mark­gröninger Bahn in den Straßen­raum auss­chleifen zu lassen. Von dort wäre LUCIE dann durch die Kur­fürsten­straße weit­er zur neu geplanten Hal­testelle Rund­sporthalle gefahren. Über die Mar­tin-Luther-Straße hätte die Route durch die Schlachthof­s­traße und die Pflugfelder Straße geführt, wo sie zunächst am Bahn­hof Lud­wigs­burg an der neuen Hal­testelle Bahn­hof West, nahe der Fußgängerun­ter­führung, als vorüberge­hen­dem End­punkt gehal­ten hätte.

    Aus­baustufe 2: die Ver­längerung nach Pat­tonville

    Im Rah­men der Beschlusstrasse von 2022 war geplant, im Zielzu­s­tand, die Bahn durch einen neu zu bauen­den Schiller­durch­lass unter den Gleisan­la­gen hin­durch zum ZOB zu führen. 

    Der Bau eines Tun­nels unter den Gleisan­la­gen, würde einen mit­tleren zweis­tel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag kosten. Der ZOB ist heute bere­its mit rund 1.600 Bus­fahrten pro Tag an sein­er Belas­tungs­gren­ze. Auf der Leon­berg­er Straße müssten für den Betrieb der Bahn rund 80% der Stellplätze ent­fall­en. An der Über­querung der B27 ist im Berufsverkehr mit ein­er Wartezeit von mehreren Minuten für die Bahn zu rech­nen.  

    Daher haben wurde auch hier eine neue Streck­en­führung gesucht: diese führte vom vor­läu­fi­gen End­hal­tepunkt am Wes­t­aus­gang des Bahn­hofes über die Friedrich­straße und unter der B27 hin­durch. Mit dieser Trasse wäre die Stadt­bahn wesentlich betrieb­ssta­bil­er gewe­sen, da sie über weite Streck­en auf beson­derem Bahnkör­p­er geführt wer­den würde. Dadurch wären Kosten in zweis­tel­liger Mil­lio­nen­höhe einges­part wor­den. 

    Die Karte zeigt die gesamte neue Trassen­führung in Lud­wigs­burg im Zielzu­s­tand mit der alter­na­tiv­en Auss­chlei­fung an der Talallee, der Führung über den neuen Hal­tepunkt Bahn­hof West in Lud­wigs­burg und über die Friedrichsstraße in Rich­tung Pat­tonville und in Rich­tung Lud­wigs­burg-Oßweil (Stand: April 2025)

    Die neue Streck­en­führung hät­ten viele Vorteile geboten.

    Die Vorteile

    • Erschließung der West­stadt und des Bil­dungszen­trums: Die West­stadt und das Bil­dungszen­trum erhal­ten eine mod­erne Anbindung an den öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr (ÖPNV).
    • Reduzierung der Pro­jek­tkosten: Verzicht auf Zweisys­tem­fahrzeuge, die sowohl mit 750 Volt für Straßen­bah­nen als auch mit 15 kV für Fern­bah­nen betrieben wer­den kön­nen. Dies ist möglich, da LUCIE bere­its vor der Nutzung der DB-Strecke (ab Talallee) in den Straßen­raum geführt wird und nicht in den Bahn­hof Lud­wigs­burg ein­fahren muss.
    • Entzer­rung im Bere­ich des Zen­tralen Omnibus-Bah­n­hofs (ZOB): Der Zen­trale Omnibus­bahn­hofs (ZOB), ein Drehkreuz für täglich 1.600 Busse, wird nicht durch­fahren.
    • Fahrplansta­bil­ität: Die Stadt­bahn fährt über­wiegend auf ein­er eige­nen Spur im Straßen­raum, was für eine hohe Fahrplansta­bil­ität sorgt.
    • Keine Schnittstellen zur Deutschen Bahn: Es gibt keine Schnittstellen zum Gelände oder den Gleisan­la­gen der Deutschen Bahn. Dadurch ent­fällt die Abhängigkeit der Stadt­bahn von der Pünk­tlichkeit der Fern- und Region­alzüge sowie der S‑Bahnen. 
    • Opti­mal zur Anbindung des weit­eren Net­zes: Mit der Alter­na­tiv­trasse ist eine sin­nvolle Fort­führung der Strecke Rich­tung Friedrich­straße (als Alter­na­tive zur Leon­berg­er Straße) möglich.
    • Keine Wartezeit­en bei der Querung der B 27: Mit der Trassen­führung über die Kepler­brücke und unter der B 27 hin­durch ent­fall­en lange Wartezeit­en, die bei der Über­querung der B 27 auf Höhe Frieden­skirche in Kauf genom­men wer­den müssten. 
    • Zwei­gleisigkeit: Auf der Mark­gröninger Bahn fährt die Stadt­bahn abschnittsweise zwei­gleisig. Auf dem Schienen­netz der Aus­baustufe 2 nach Pat­tonville und Schwieberdin­gen Nord verkehrt die Stadt­bahn über­wiegend zwei­gleisig. Zwei Gleise und eine eigene Spur im Straßen­raum bieten Vorteile in Bezug auf Fahrzeit und Betrieb­ssta­bil­ität.
    • Schutz von Baum­stan­dorten: Auf dieser Streck­en­führung sind keine schützenswerten Bau­malleebestände betrof­fen. Ins­ge­samt sind ent­lang der Alter­na­tiv­trasse deut­lich weniger Bäume zu fällen als auf der Ursprungstrasse. 
    • Bar­ri­ere­freie Hal­testellen: An allen Hal­testellen ist ein bar­ri­ere­freier Ein­stieg gewährleis­tet.

    Lud­wigs­burg: Die aktuellen Entwick­lun­gen zu den Pla­nun­gen in der Stadt – Stand Novem­ber 2025

    Ablehnende Hal­tung der Stadt Lud­wigs­burg

    Im Som­mer wuchs die Kri­tik an „Lucie“ aus Lud­wigs­burg angesichts der anges­pan­nten finanziellen Haushalt­slage der Stadt. Die Stadtver­wal­tung lehnt mit Hin­weis auf die Kosten die vom Zweck­ver­band vorgeschla­gene Alter­na­tivroute ab, die eine Auss­chlei­fung im Bere­ich Talallee sowie eine Streck­en­führung über Kur­fürsten­straße – Mar­tin-Luther-Straße – Schlachthof­s­traße bis zum vor­läu­fi­gen End­halt Bahn­hof West­­/MHP-Are­­na vor­sieht.

    Auch eine weit­ere vom Zweck­ver­band geprüfte Vari­ante mit Auss­chlei­fung am Stell­w­erk und Weit­er­führung über die Schlachthof­s­traße wird abgelehnt. Diese Vari­ante erre­icht im Rank­ing der Möglichkeit­en den hohen Nutzen-Kosten-Indika­­tor von 1,6. Gründe dafür sind Einsparun­gen bei Bus­fahrten, verkürzte Reisezeit­en und eine Reduzierung des Autoverkehrs. Ein 15-Minuten-Takt wäre möglich und würde deut­lich mehr Fahrgäste auf die Schiene brin­gen – auch solche, die bish­er den Bus nutzen. Prog­nosen zeigen, dass bere­its in der ersten Aus­baustufe täglich rund 8.000 Fahrgäste mit „Lucie“ unter­wegs sein kön­nten. Damit wür­den jährlich etwa 6,5 Mil­lio­nen Kilo­me­ter vom Straßen- auf den Schienen­verkehr ver­lagert.

    Die Karte zeigt die möglichen Vari­anten für die Ein­fahrt nach Lud­wigs­burg:

    Beschlussvor­lage der Stadt Lud­wigs­burg

    In ihrer öffentlichen Beschlussvor­lage vom Okto­ber emp­fiehlt die Stadtver­wal­tung Lud­wigs­burg dem Gemein­der­at, die vom Zweck­ver­band vorgeschla­ge­nen Trassen­pläne mit Halt am Wes­t­aus­gang des Bahn­hofs abzulehnen und sich angesichts der anges­pan­nten Haushalt­slage auf die Reak­tivierung der Bahn­strecke zwis­chen Mark­grönin­gen und Lud­wigs­burg zu konzen­tri­eren. Trotz bekan­nter Her­aus­forderun­gen und Nachteile favorisiert sie dabei die Ein­fahrt in den Bahn­hof Lud­wigs­burg.

    Ein Halt auf der West­seite des Bahn­hofs, der nach den Pla­nun­gen des Zweck­ver­bands baulich mach­bar ist und den höch­sten Nutzen-Kosten-Index aller bis­lang unter­sucht­en Vari­anten aufweist, wird von der Stadt Lud­wigs­burg abgelehnt. Begrün­det wird dies mit der Unvere­in­barkeit mit anste­hen­den Bau­maß­nah­men, möglichen Kon­flik­ten mit dem Rad­verkehr und schwieri­gen Leitungsver­legun­gen. Der Zweck­ver­band hält eine Koor­dinierung der Bau­maß­nah­men für möglich, die Stadt lehnt dies jedoch ab.

    Auch eine Trassen­führung über die Friedrich­straße wurde von der Stadt abgelehnt. Als Begrün­dung führt sie gravierende Auswirkun­gen auf den überörtlichen Verkehr an, die eine Real­isierung auss­chließen wür­den – obwohl der Zweck­ver­band derzeit die verkehrlichen Auswirkun­gen unter­sucht und mögliche Opti­mierungspoten­ziale bew­ertet. Ergeb­nisse liegen bis­lang nicht vor, sodass die Ein­schätzung der Stadt hier auf Annah­men beruht.

    Nach dem Wun­sch der Stadtver­wal­tung Lud­wigs­burg soll der Stadt­bah­nast zwis­chen dem Bahn­hof Lud­wigs­burg und Pat­tonville durch einen Express­bus erset­zt wer­den – also durch einen Bus, der ähn­lich ein­er Stadt­bahn am Stau vor­beifährt. Wie dies gelin­gen soll, wird in der Vor­lage nicht näher erläutert. Aktuell sind autonome Shut­­tle-Express-Busse auf belebten Innen­stadt­streck­en wed­er rechtlich zuläs­sig noch tech­nisch aus­gereift. Die laufend­en Ver­suche find­en unter wis­senschaftlich­er Begleitung in störungs­freien Kor­ri­doren statt. „Bis ein Betrieb auf ein­er so belebten Straße wie der Myliusstraße möglich ist, wer­den noch viele Jahre verge­hen. Und selb­st dann stellt sich die Frage der Kapaz­itäten: Busshut­tles im Fünf-Minuten-Takt ent­las­ten die bere­its stark belastete Myliusstraße oder Wil­helm­straße nicht – im Gegen­teil, sie erzeu­gen zusät­zlichen Verkehr. Eine Stadt­bahn wäre hier das deut­lich geeignetere Verkehrsmit­tel“, sagt Michael Ilk.

    In ein­er über­ar­beit­eten Beschlussvor­lage ver­wirft die Stadt Lud­wigs­burg die Idee der Express­busse. Nach dem Willen der Stadt Lud­wigs­burg soll nun lediglich die Strecke zwis­chen Mark­grönin­gen und Lud­wigs­burg reak­tiviert wer­den. Alle weit­eren Äste durch Lud­wigs­burg (Aus­baustufen 2 und 3) sollen für zehn Jahre ruhend gestellt und mit einem Pla­­nungs- und Aus­gaben­stopp verse­hen wer­den.

    Wider­spruch zu Pro­jek­tziel des Zweck­ver­bands Stadt­bahn im Land­kreis Lud­wigs­burg

    Aus Sicht des Zweck­ver­bands wider­spricht dieses Vorge­hen dem gemein­samen Pro­jek­tziel. Laut Satzung hat der Zweck­ver­band die Auf­gabe, die Stadt­bahn im Land­kreis Lud­wigs­burg zu pla­nen, zu bauen und zu betreiben.

    Der Vor­lage ist zudem zu ent­nehmen, dass die Stadt Lud­wigs­burg nicht beab­sichtigt, die Strecke nach Ablauf der zehn Jahre durch das Stadt­ge­bi­et bis nach Pat­tonville zu ver­längern. Dazu wäre ein Auss­chleifen aus dem Bahn­hof erforder­lich, was jedoch aus­geschlossen wird: „Der finale bar­ri­ere­freie Halt der reak­tivierten Bahn­strecke muss im Bahn­hof Lud­wigs­burg liegen“, heißt es in der Vor­lage.

    Als Lösung wird das soge­nan­nte Gleis 7 auf den Flächen des Franck-Are­als ins Gespräch gebracht – eine Option, die die Bahn bere­its mehrfach abgelehnt hat: „Gleis 7 ist ein Stumpf­gleis, das mit langsamer Geschwindigkeit über Gleis 5 ange­fahren wer­den muss“, so die Rück­mel­dung der Bahn. Dadurch würde Gleis 5 über­mäßig lange block­iert, was nicht im Sinne der Bahn ist.

    Zum noch offe­nen The­ma der Abstell­gleise für Lucie nahe des Bahn­hofs Lud­wigs­burg hat der Zweck­ver­band zwei Lösungsvorschläge erar­beit­et, die eben­falls bei­de von der Stadt abgelehnt wur­den.

    Entschei­dung im Gemein­der­at der Stadt Lud­wigs­burg

    Am 19. Novem­ber 2025 hat der Gemein­der­at über die Beschlussvor­lage der Stadtver­wal­tung Lud­wigs­burg entsch­ieden: Eine Mehrheit der Gemein­deräte stimmte dafür, Teile der Stadt­bah­n­pla­nun­gen zu stop­pen. Sämtliche Pla­nun­gen für Trassen­führun­gen – auch für die zulet­zt vom Zweck­ver­band vorgeschla­gene Trasse mit Auss­chlei­fung am Stell­w­erk und Weit­er­führung Rich­tung Wes­t­aus­gang am Lud­wigs­burg­er Bahn­hof – sollen eingestellt wer­den. Zudem wurde beschlossen, dass der Zweck­ver­band weit­ere Pla­nun­gen und Aus­gaben stoppt. Somit würde lediglich die Reak­tivierung der beste­hen­den Gleis­strecke zwis­chen Mark­grönin­gen und dem Bahn­hof Lud­wigs­burg mit Halt im Bahn­hof beste­hen bleiben.

    Ober­stes Organ: Ver­bandsver­samm­lung

    Der Zweck­ver­band stellt klar, dass das für die Belange des Zweck­ver­ban­des zuständi­ge ober­ste Organ nicht der Gemein­der­at der Stadt Lud­wigs­burg ist, son­dern vielmehr die Ver­bandsver­samm­lung. Und er stellt klar, dass alle anderen Part­ner am Satzungszweck fes­thal­ten und eine zukun­ft­sori­en­tierte Mobil­ität­slö­sung für viele Tausend Men­schen in der von über­mäßigem Verkehr geplagten Region anstreben – so wie dies in großer Übere­in­stim­mung aller Beteiligter im Jahr 2022 beschlossen wurde.

  • Für LUCIE reak­tivieren wir das brach­liegende Gleis der ehe­ma­li­gen Neben­bahn nach Mark­grönin­gen und wir bauen neue Stadt­bahn­streck­en. Wichtig für Sie: Wir bauen nach den gel­tenden Umwelt- und Lärm­schutz­s­tan­dards und passen unsere Streck­en opti­mal in die Umge­bung ein.

    Grünes Band durch die Städte

    In den Städten wollen wir die Stadt­bahn, wo irgend möglich, auf einem sep­a­rat­en Bahnkör­p­er, nach Möglichkeit mit begrün­tem Rasen­gleis führen: Das sieht nicht nur schön aus, son­dern wertet auch die Straßen auf. 

    Flüsterleise und ohne Abgase

    Unsere Gleis­trassen wer­den opti­mal gegen Lärm und Erschüt­terun­gen gedämpft. Wir wer­den die sehr stren­gen Gren­zw­erte (Verkehrslärm­schutzverord­nung aus der 16. Blm­SchV) ein­hal­ten und dazu eine Rei­he von Maß­nah­men ergreifen (mehr dazu unter unseren FAQs).

    Umweltfreundlich unter Strom

    Unsere elek­trisch betriebe­nen Bah­nen sind viel leis­er als der Straßen­verkehr. Für den elek­trischen Betrieb stat­ten wir unsere Trassen mit fil­igra­nen Ober­leitun­gen aus, die sich sehr gut ins Orts­bild inte­gri­eren lassen. Wie dezent heutzu­tage Ober­leitun­gen gebaut wer­den kön­nen, lässt sich gut in vie­len Stadt­bahn­städten bestaunen – vom nahegele­ge­nen Bad Wild­bad bis hin zur Tram in Straßburg.

    Flink am Stau vorbei

    Auf den sep­a­rat­en Trassen wer­den unsere LUCIE-Bah­­nen flink am Stau vor­beifahren. Nur bei beengten Platzver­hält­nis­sen teilen wir uns den Verkehrsraum mit dem Auto – fahren also auf der Straße: nur dann ist LUCIE eine Straßen­bahn im Wortsinne.  Hier ein Beispiel aus Bad Wild­bad, wie gut sich eine Stadt­bahn auch bei beengten Ver­hält­nis­sen in die Stadt inte­gri­eren lässt. An Verkehrskreuzun­gen wird die Stadt­bahn mit­tels „grün­er Welle“ bevor­rechtigt. So kann der Fahrplan einge­hal­ten wer­den und LUCIE wird zuver­läs­sig fahren.

    Stationen: ohne Stufe in den Zug

    An unseren neuen Sta­tio­nen wer­den wir Bahn­steige erricht­en, die einen stufen­losen Ein­stieg in den Zug ermöglichen: Von „steigen“ kann da aber keine Rede mehr sein! Hier einige Impres­sio­nen bar­ri­ere­freier Stadt­bahn­hal­testellen aus Chem­nitz.
    Mit schö­nen Unter­stän­den, elek­tro­n­is­chen Fahrzielanzeigen und vie­len durch­dacht­en Details wer­den wir viel Kom­fort schon am Start­punkt der LUCIE-Fahrt bieten.

    Über­sicht über die geplanten Hal­testellen und Sta­tio­nen auf der Strecke Mark­grönin­gen – Lud­wigs­burg (Aus­baustufe 1)

    • Bahn­hof Mark­grönin­gen 
    • Hal­testelle Mark­­grön­in­­gen-Sträßle 
    • Bahn­hof Möglin­gen 
    • Hal­testelle Möglin­­gen-Son­­nen­brun­­nen 
    • Bahn­hof Lud­wigs­burg-Waldäck­­er 
    • Hal­testelle Lud­wigs­burg-Talallee 
    • Hal­testelle Rund­sporthalle 
    • Hal­testelle Lud­wigs­burg Bahn­hof West
  • Die Stadt­bah­nen, die zukün­ftig auf dem LUCIE-Streck­en­netz fahren, wer­den nach den neuesten Erken­nt­nis­sen der Tech­nik und des Kom­forts entwick­elt.

    Barrierefrei und großzügig

    Die Bah­nen wer­den dann die Anforderun­gen an eine umfassende Bar­ri­ere­frei­heit erfüllen. Von den neu errichteten Bahn­steigen kön­nen Sie also eben­erdig ein­steigen – ohne lästige Stufe. Unsere Stadt­bah­nen wer­den voraus­sichtlich 80m lang wer­den und nicht nur 250 bis 300 bequeme Sitz­plätze bieten, son­dern auch viel Platz für Fahrräder, Kinder­wa­gen, Roll­stüh­le etc. haben: LUCIE bietet großzügig bemessene Wagen und macht das Reisen deut­lich angenehmer.

    Unsere Bah­nen fahren mit umwelt­fre­undlichem Strom (750-V-Gle­ichspan­­nung): Hierzu stat­ten wir alle Stadt­bahn­ab­schnitte mit mod­er­nen Ober­leitungssys­te­men aus.

    Hier sehen Sie Impres­sio­nen zu den mod­er­nen Stadt­bah­nen, wie sie so oder so ähn­lich auf dem LUCIE-Streck­en­netz fahren wer­den.

    Nach Pattonville mit der SSB

    Auf dem Streck­en­ab­schnitt von Pat­­tonville-Nord Rich­tung Rem­seck-Ald­in­­gen (Hal­testelle Horn­bach) wer­den die gel­ben Hochflur­bah­nen der Stuttgarter Straßen­bah­nen fahren. Diese fahren dann umsteige­frei als U14 weit­er Rich­tung Mühlhausen – Bad Cannstatt – Stuttgart.

    Vorlaufbetrieb auf der Markgröninger Bahn

    Im Vor­lauf­be­trieb wird die Mark­gröninger Bahn zwis­chen Lud­wigs­burg und dem End­bahn­hof Mark­grönin­gen fahren. Für diese Über­gangszeit des Vor­lauf­be­triebs wer­den wir gebrauchte Fahrzeuge ander­er Betreiber ein­set­zen, die aber im Wesentlichen den LUCIE-Bah­­nen ähneln wer­den.

  • LUCIE für Energieeinsparung und Klimaschutz

    Warum ist eine Stadt­bahn so viel umwelt­fre­undlich­er?

    Die Stadt­bahn LUCIE spielt eine zen­trale Rolle im kom­mu­nalen Kli­maschutz. Sie ist ein beson­ders umwelt­fre­undlich­es Verkehrsmit­tel, das sowohl direkt als auch indi­rekt zur Reduk­tion von Treib­haus­gase­mis­sio­nen beiträgt. Im direk­ten Ver­gle­ich mit dem Auto verur­sacht die Stadt­bahn deut­lich weniger CO₂ pro gefahren­em Kilo­me­ter und Fahrgast – ins­beson­dere dann, wenn sie mit Strom aus erneuer­baren Quellen betrieben wird. Da sie elek­trisch fährt, entste­hen keine lokalen Schad­stoffe wie Stick­ox­ide oder Fein­staub, was die Luftqual­ität in Städten spür­bar verbessert.

    Indi­rekt fördert die Stadt­bahn eine nach­haltige Mobil­ität­skul­tur: Sie motiviert Men­schen dazu, das Auto ste­hen zu lassen und auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Das reduziert den motorisierten Indi­vid­u­alverkehr, spart Energie und ver­ringert den Flächen­ver­brauch.

    Die Prog­nosen der Kosten-Nutzen-Analyse zeigen, dass schon in der ersten Aus­baustufe (Vor­lauf­be­trieb) täglich rund 8.000 Fahrgäste mit LUCIE unter­wegs sein wer­den. So kön­nen jährlich etwa 6,5 Mio. PKW-Kilo­­me­ter auf die Schiene ver­lagert wer­den. Damit ver­bun­den sind Einsparun­gen von rund 420.000 Stun­den Reisezeit pro Jahr (Gutachter­büro Gertz Gutsche Rüme­napp Stad­ten­twick­lung und Mobil­ität GbR).

  • Immer wieder wer­den wir gefragt: Lohnen sich denn die hohen Investi­tio­nen in das LUCIE-Sys­tem? Natür­lich wollen und wer­den wir nicht ein­fach ins Blaue hinein pla­nen und bauen. 

    Die Grund­lage für die Wirtschaftlichkeit ist eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse, die alle rel­e­van­ten Fak­toren berück­sichtigt. Diese Analyse liefert damit eine belast­bare Grund­lage für die Entschei­dung.

    Die Ergeb­nisse der Nutzen-Kosten-Analyse

    Die Ergeb­nisse der Nutzen-Kosten-Analyse für die geplante Stadt­bahn LUCIE liegen vor: sie zeigen, dass die geprüften Vari­anten einen Nutzen-Kosten-Indika­­tor (NKI) von über 1,0 erre­ichen und damit die Förder­vo­raus­set­zun­gen von Bund und Land erfüllen. Zudem berück­sichtigt die Nutzen-Kosten-Analyse mögliche Kosten­steigerun­gen.

    Wie kommt der Nutzen-Kosten-Fak­­tor zus­tande, wie aus­sagekräftig ist er und wie ist der Nutzen-Kosten-Fak­­tor der geprüften Vari­anten einzuord­nen?  

    Der NKI fasst alle ermit­tel­ten Nutzen und Kosten eines Pro­jek­ts in ein­er Kenn­zahl zusam­men. In die Berech­nung des NKI fließen zahlre­iche Maßstäbe ein wie die Betra­ch­tung der Infra­struk­tur, die Art des Betriebs und die Auswirkun­gen auf den Verkehr. Der Nach­weis der Förder­würdigkeit für För­der­mit­tel aus dem Gemein­de­v­erkehrs­fi­nanzierungs­ge­setz (GVFG) erfol­gt mit dem Ver­fahren der Stan­dar­d­isierten Bew­er­tung, die auch Nutzen-Kosten-Analyse genan­nt wird. Alle paar Jahre gibt es eine Fortschrei­bung des Ver­fahrens, die sich­er­stellt, dass die Bew­er­tung stets den aktuellen Stand der Wis­senschaft und der gesellschaftlichen Wertevorstel­lun­gen abbildet. So wur­den bei der let­zten Fortschrei­bung 2022 zum Beispiel The­men wie Kohlen­­diox­id-Emis­­sio­­nen, alter­na­tive Antriebe, die Inanspruch­nahme von Verkehrs­flächen oder die Erre­ich­barkeit ländlich­er Räume im Ver­fahren stärk­er berück­sichtigt.

    „Bew­er­tung erfol­gt stets nach gle­ichen Maßstäben“

    „Ein Nutzen-Kosten-Indika­­tor von über 1,0 belegt, dass die Maß­nahme volk­swirtschaftlich sin­nvoll ist. Die Summe der Nutzen ist höher als die Kosten und damit ist die Maß­nahme grund­sät­zlich förder­fähig“, erk­lärt Ste­fan Tritschler, Geschäfts­führer des Verkehr­swis­senschaftlichen Insti­tuts Stuttgart GmbH. „Die Nutzen-Kosten-Analyse für die Stadt­bahn LUCIE berück­sichtigt die Vor­gaben des Bun­desverkehrsmin­is­teri­ums für die Bew­er­tung von ÖPNV-Vorhaben. Diese Vor­gaben beruhen auf dem aktuellen Stand der Verkehr­swis­senschaft und geben die Schritte ein­er Bew­er­tung detail­liert vor. Dadurch ist sichergestellt, dass die Bew­er­tung stets nach gle­ichen Maßstäben erfol­gt – egal, wer die Maß­nahme umset­zt oder welche Inge­nieur­büros die Pla­nung und Bew­er­tung übernehmen“, so Ste­fan Tritschler.

    Kosten­steigerun­gen sind in der Nutzen-Kosten-Analyse bere­its berück­sichtigt

    Bei der Ermit­tlung des Nutzen-Kosten-Indika­­tors wer­den zudem Kosten­steigerun­gen einkalkuliert. Dazu sagt Max Bohnet vom Gutachter­büro Gertz Gutsche Rüme­napp Stad­ten­twick­lung und Mobil­ität GbR : „Ein Risikop­uffer von min­destens 20 Prozent für unvorherse­hbare Kosten­steigerun­gen ist in der Nutzen-Kosten-Unter­­suchung bere­its berück­sichtigt.“

    Nutzen-Kosten-Fak­­tor der geprüften Vari­anten liegt über 1,0

    Für den Vor­lauf­be­trieb zwis­chen Mark­grönin­gen und dem Lud­wigs­burg­er Bahn­hof (Gleis 6) liegt der NKI bei 1,1. Die Alter­na­tiv­trasse, die beim Stell­w­erk auf die Schlachthof­s­traße auss­chleift und zum Wes­t­aus­gang des Lud­wigs­burg­er Bahn­hofs führt, erzielt mit 1,6 einen deut­lich höheren Wert. Im Gesamt­netz mit den Verbindun­gen nach Schwieberdin­gen, Oßweil und Pat­tonville erhöht sich der NKI mit der Alter­na­tiv­trasse von 1,0 auf 1,2. Zum Ver­gle­ich: Bei der Region­al­stadt­bahn Neckar-Alb wur­den NKI-Werte für die Innen­stadt­strecke von Reut­lin­gen ermit­telt, die für die disku­tierten Vari­anten zwis­chen 1,0 und 1,2 liegen.

    Werte in der üblichen Span­nweite für der­ar­tige Pro­jek­te

    „Die Werte rang­ieren in der üblichen Span­nweite für der­ar­tige Pro­jek­te. Die Vari­ante für die Reak­tivierung Lud­wigs­burg – Mark­grönin­gen mit Auss­chlei­fung beim Stell­w­erk nach Bahn­hof West schnei­det mit einem NKI von 1,6 über­durch­schnit­tlich im Ver­gle­ich zu anderen Reak­tivierung­spro­jek­ten im Land ab. Die Vari­ante mit Ein­fahrt in den Bahn­hof hinge­gen schnei­det im Ver­gle­ich mit 1,1 eher unter­durch­schnit­tlich ab. Grund­sät­zlich lässt sich fes­thal­ten, dass es für die Förderung nach dem GVFG uner­he­blich ist, ob der NKI 1,1 oder 1,6 ist. Der Nach­weis der Wirtschaftlichkeit ist mit einem Wert sta­bil über 1,0 gegeben“, so das Min­is­teri­um für Verkehr Baden-Würt­tem­berg.

    Pos­i­tive Auswirkun­gen auf den Verkehr

    Prog­nosen zeigen, dass bere­its in der ersten Aus­baustufe täglich rund 8.000 Fahrgäste mit LUCIE unter­wegs sein wer­den. Das entspricht ein­er Ver­lagerung von jährlich etwa 6,5 Mil­lio­nen Pkw-Kilo­­me­tern auf die Schiene. Damit ver­bun­den sind Einsparun­gen von rund 420.000 Stun­den Reisezeit pro Jahr.

    Michael Ilk, Geschäfts­führer des Zweck­ver­ban­des Stadt­bahn im Land­kreis Lud­wigs­burg: „Durch die Wahl der richti­gen Trassenal­ter­na­tive kön­nen wir bere­its in der ersten Aus­baustufe knapp 8.000 Fahrgäste pro Tag erre­ichen. Diese Zahl ist für mich neben dem Nutzen-Kosten-Ver­hält­­nis beson­ders wichtig – zeigt sie doch ein­drucksvoll, dass der Bedarf an einem neuen Verkehrsmit­tel beste­ht.“  

  • Wenn der Nutzen höher ist als die Kosten, dann ist das Pro­jekt nicht nur wirtschaftlich, son­dern es fließen dann auch großzügige Zuschüsse.

    Mit den Zuschüssen wer­den wir den Großteil der Baukosten bezahlen kön­nen:

    Im Rah­men der Vor­pla­nung haben die Planer­in­nen und Plan­er die zu erwartenden Kosten für die Bau­maß­nah­men ermit­telt: Die Reak­tivierung der Strecke vom Bahn­hof Mark­grönin­gen bis zum Ende der Pacht­strecke wird rund 103 Mio. Euro kosten. Die Weit­er­führung auf der Alter­na­tivroute schlägt als Neubau mit rund 34 Mio. Euro zu Buche.

    Die Pla­nungskosten betra­gen jew­eils rund 25 % der Baukosten. Bun­des- und Lan­des­förderun­gen sehen für die Reak­tivierung eine Förderquote von 95,75 % vor, für den Neubau sind es 87,5 %. Unter Berück­sich­ti­gung von nicht förder­fähi­gen Kosten, die mit rund 5% der Baukosten angenom­men wer­den, ergeben sich fol­gende gerun­dete Kosten für die Mit­glieder des Zweck­ver­ban­des:

    Diese Sum­men fall­en allerd­ings nicht in einem Jahr an, son­dern wer­den über mehrere Jahre verteilt:

    Zweck­ver­bandsmit­gliedBeteili­gung in %Anteil in Euro
    Land­kreis Lud­wigs­burg50,000 %ca. 12, 4 Mio.
    Stadt Lud­wigs­burg25,711 %ca. 6,3 Mio.
    Mark­grönin­gen8,932 %ca. 2,2 Mio.
    Möglin­gen4,537 %ca. 1,1 Mio.
    Rem­seck4,632 %ca. 1,1 Mio.
    ZV Pat­tonville2,979 %ca. 0,8 Mio.
    Schwieberdin­gen3,219 %ca. 0,9 Mio.

    Auch für den späteren Betrieb der Bah­nen sind laufende Zuschüsse des Lan­des geplant.

  • Zug um Zug zur Stadtbahn

    Zu Beginn des Jahres 2025 haben wir die  Vor­pla­nung für die Beschluss- wie die Alter­na­tiv­trassen dazu fer­tiggestellt. Unser Ziel ist es, das LUCIE-Stadt­bah­n­netz so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen. Daher haben wir ein stufen­weis­es Konzept entwick­elt, bei dem das her­aus­fordernde Gesamt­pro­jekt in zwei bis drei Aus­baustufen unterteilt wird.

    Erste Ausbaustufe: Ludwigsburg — Markgröningen

    Die erste Aus­baustufe umfasst die Reak­tivierung der Neben­bahn von Lud­wigs­burg nach Mark­grönin­gen. Wenn die Stan­dar­d­isierte Bew­er­tung mit der Nutzen-Kosten-Unter­­suchung abgeschlossen ist, geht es mit der detail­lierten Entwurfs- und Genehmi­gungs­pla­nung weit­er. 

    Nach der Genehmi­gungs­pla­nung begin­nen wir das for­male Plan­fest­stel­lungsver­fahren und die Beantra­gung der Zuschüsse.

    Diese Ver­fahren dauern erfahrungs­gemäß einein­halb bis zwei Jahre. Danach erhal­ten wir das „Bau­recht“ (bei unserem Vorhaben nen­nt sich das „Plan­fest­stel­lungs­beschluss“) und die Finanz­zuschüsse. Erst dann begin­nen die Bauar­beit­en an der Mark­gröninger Bahn.

    Wir haben bere­its die im Moment noch abschnittsweise still­gelegte Strecke Lud­wigs­burg – Mark­grönin­gen von der Deutschen Bahn gepachtet. Damit kön­nten wir die Strecke nach den gün­stigeren Stan­dards der nicht­bun­de­seige­nen Eisen­bah­nen selb­st sanieren und mod­ernisieren.

    Wir sind bestrebt, zum Ende des Jahres 2031, mit dem Wech­sel auf den Win­ter­fahrplan LUCIE auf der Strecke Mark­grönin­gen – Lud­wigs­burg in Betrieb zu nehmen.

    Zweite Ausbaustufe: Stadtbahnstrecken nach Schwieberdingen, Pattonville und Oßweil

    Nach der Reak­tivierung der Mark­gröninger Bahn wer­den die Stadt­bahn-Neubauab­schnitte von Lud­wigs­burg Rich­tung Pat­tonville und Oßweil sowie von Mark­grönin­gen bis nach Schwieberdin­gen umge­set­zt.

    Dritte Ausbaustufe als Option: Stadtbahnstrecke durch die Innenstadt nach Schlösslesfeld

    Als Option (das heißt, derzeit ist die Umset­zung nicht beschlossen) gibt es eine dritte Aus­baustufe, mit der dann später eine Stadt­bahn­strecke vom ZOB / Bahn­hof durch die Lud­wigs­burg­er Innen­stadt (Rathaus) nach Schlössles­feld geführt wer­den kön­nte.

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner