Woher kommen die Annahmen über die zukünftigen Fahrgastzahlen?
Die Annahmen basieren auf einer Standardisierten Bewertung, einem bundesweit verbindlichen Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsprüfung von Nahverkehrsprojekten. Die Berechnungen wurden vom unabhängigen Büro Gertz Gutsche Rümenapp Stadtentwicklung und Mobilität GbR durchgeführt. Grundlage ist ein Verkehrsmodell, das aktuelle Mobilitätsdaten, Bevölkerungsentwicklung und Umsteigeverhalten berücksichtigt. Dabei werden verschiedene Nutzergruppen einbezogen, wie bisherige Bus- und Autofahrer sowie Personen, die durch das neue Angebot zusätzliche Fahrten unternehmen. Das Verfahren wird regelmäßig aktualisiert, um den Stand der Wissenschaft und gesellschaftliche Werte abzubilden.
Ermittelte Prognosewerte:
- Vorlaufbetrieb Markgröningen–Ludwigsburg: ca. 5.200 Fahrgäste pro Tag bei Halt am Bahnhof Gleis 6
- Bei Halt am Westausgang: ca. 7.950 Fahrgäste pro Tag
- Abschnitt mit höchster Nachfrage (beide Richtungen): rund 6.300 Fahrgäste täglich
Die Berechnungen sind bewusst konservativ, um Überangebote zu vermeiden. Erfahrungen zeigen, dass die tatsächliche Nachfrage vergleichbarer Projekte oft über den Prognosen liegt (z. B. Stadtbahn Heilbronn).


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